Wertschätzung in der Führung - Teil 2

Ist Ihnen - sehr geehrte Damen * Herren die übliche Szenerie im Profisport bewusst?

Läuft etwas schief, nicht so, wie erwartet, ist der Sündenbock schnell ausgemacht - es ist meistens der Trainer, eventuell noch der Sportdirektor, der Verantwortung und Schuld trägt.

So sehr es recht und richtig ist, die Topverantwortung tragenden im Falle kritischer Entwicklungen auch zu hinterfragen, so fahrlässig erscheint es mir, ausschließlich bei ihnen anzusetzen.

In einem System gilt es stets, alle Systembeteiligten sich anzuschauen und kritisch zu hinterfragen.

 

So sollte es auch in der Welt der Unternehmungen sein:

Auch der Mitarbeiter als untergeordnetes Mitglied des Systems im hierarchischen Kontext trägt seinen Teil zum erfolgreichen Prozess bei - oder eben nur bedingt oder schlecht.

Abhängig von Branche, Kultur, Bildung und Personen gibt es Unterschiede in der Anschauung, Vorstellung, in welcher Art und Weise wer was wie zum Erfolg beizutragen hat.

 

Aller Unterschiedlichkeit zum Trotz liegt das Spiel der Kräfte in einem gedeihlichen Miteinander, in einer respektvollen Art, in der Wertschätzung und Anerkennung eben auch der Führungskraft, welcher man bis zum Nachweis des Gegenteiligen stets unterstellen sollte, dass auch diese sich redlich nach Kräften müht, für das System und seiner Beteiligten das Richtige zu tun.

In der Würdigung dieser Grundhaltung gilt es auch für Mitarbeitende anzuerkennen, dass ein Vorgesetzter nicht die Quadratur des Kreises zu zeichnen vermag, nicht allen gleichzeitig und gleichermaßen entsprechen kann.

Nehmen wir allein das Thema der Urlaubsplanung: Wie so oft im Leben versucht man sich seines eigenen Wunsches und Vorteils zu bemächtigen, sprich, die eigenen Vorstellungen sollten natürlich umgesetzt werden.

Ein Vorgesetzter jedoch, welcher einerseits sich müht, den Vorstellungen Rechnung zu tragen, ist auch dem System, ja in erster Linie dem Unternehmen verpflichtet, muss dieses erfolgreich geführt werden - ansonsten haben eventuell alle bald genug Freitzeit...

 

Wie oft wird sich aber nach vollzogener Entscheidung der Mund verbrannt, wird der Vorgesetzte zumindest hinter vorhaltener Hand der Unfähigkeit bezichtigt, wird übel nachgeredet, wird dieser gar öffentlich attackiert und verunglimpft...

Vorstellungen nicht realisiert, können betroffen machen, können auch mal frustrieren. Aber dies darf und sollte nie zu einem Mangel an Höflichkeit und Wertschätzung führen, macht dies auch einer Führungskraft zu schaffen und schwächt allenthalben die produktiven Möglichkeiten des Systems.

Leider gibt es immer noch in einigen Unternehmen klassenkämpferische Amibitionen, wo per se der Vorsetzte als ein Feindesbild angesehen wird.

Da sollten alle Unternehmensbeteiligte sowie die Verbände und Gewerkschaften fürderhin daran arbeiten, dass dies obsolet wird.

 

Bitte bedenken Sie stets: Auch Führende sind Menschen, die manches Mal schwierige Entscheidungen zu treffen haben.

Auch sie haben Respekt und Wertschätzung verdient.

 

Bis zum kommenden Blog grüßt Sie

Ihr Michael Roloff

 

P.S. Gern nehme ich Ihre Erfahrungegen, Ihre Sicht und Kritik entgegen. Diese würde ich  - Ihr Einverständnis durch Ihren Beitrag unterstellt - unter dem Vorbehalt der Redlichkeit in mein Kommunikationsforum Kassandra auszugsweise einstellen.

Gern können Sie mir somit schreiben unter:

Kontakt@kassandra-mr.de

 

 

 

 

 

 

 

zurück