BLOG 2 Januar 2021: Der Sturm auf das Kapitol - ein Menetekel der Erosion demokratischer Werte?

In der öffentlichen Meinung - betreffend das Thema Respekt - dreht es sich zentriert um den Respekt des Menschen zum Menschen, um die Art und Weise eines respektgetragenen Umgangs miteinander - dies ist gut, recht und wichtig.

Jedoch gibt es auch symbolhaftes, von Menschen geschaffenes, Artefakte, welche stellvertretend für die Gesinnung menschlicher Werte in einer Gemeinschaft, in einer Gesellschaft stehen, diese repräsentierend.

Symbolhaft für die Werteorientierung in unserem demokratisch gesonnenen Land stehen u.a. die Institutionen des Parlamentarismus, seien es Bundestag /-rat, seien es Landtage, Gerichtsbarkeiten, Ämter, Einrichtungen zum Schutze der Bürger.

Durch diese Institutionen und Behörden lebt unsere Demokratie, wird mit vielfältigem, verschiedenem gelebt und spiegelt dadurch die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Somit ist es vollkommen gleich, wessen Meinung und Sicht im Diskurs seine Mehrheit findet - es ist gerade ein Wesensmerkmal unserer parlamentarischen Demokratie, dass genau dies möglich ist.

 

Diese Institutionen nunmehr zu verunglimpfen, zu verhöhnen, gar ihre Unversehrheit durch eine Art Bildersturm in Abrede zu stellen -dies ist ein tätlicher Angriff auf uns alle, auf uns Bürger, die wir in diesem, unserem Lande demokratisch gesonnen sind.

Derartige Handlungsweisen haben nichts, aber auch gar nichts mit einer kritischen, andersdenkenden Anschauung zu tun. Vielmehr herrscht hier blinde Destruktion vor, einzig und allein dem Ziel verpflichtet, Chaos zu verbreiten, die bestehende Ordnung zu beschädigen, gar zu stürzen.

 

Was in Washington, was in Berlin geschah, zeichnete die Weltbühne.

Auf kleinerer Bühne, auf der Alltäglichen, verzeichneten, verzeichnen sich jedoch fast wöchentlich kleinere Übergriffe auf Institutionen, die dann auch vor den sie repräsentierenden Mitarbeitenden nicht Halt machen. So in Form von Übergriffen gegenüber Bediensteten der Öffentlichen Hand, die nichts anderes tun, als ihre Pflicht zu verrichten, für uns Bürger da zu sein, um uns zu helfen, um uns zu beschützen.

 

Ich erachte es für unerträglich, unfassbar, dass Polizisten, Mitarbeitende der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Ämter, Politiker beschimpft, bespuckt, beleidigt, gar tätlich drangsaliert werden. Dafür müssten wir alle rechtschaffenen Bürger uns schämen und die Betroffenen um Verzeihung bitten, sind auch die Vorgenannten Menschen mit einem Anrecht auf Würde.

Ich möchte an dieser Stelle mich dafür bei allen, die im Dienste für unsere Gesellschaft so behandelt wurden, werden, ausdrücklich entschuldigen!

 

Es macht an dieser Stelle wenig Sinn, über die Motivlagen der so handelnden Personen zu resümieren. Stattdessen möchte ich an uns alle, an alle Bürger appellieren, sich nicht zum Handlanger und Mitläufer derart abwegiger, kruder Machenschaften zu machen. Wir alle sollten genau hinsehen und hinhören und dort intervenieren, wo bereits vorab persönlicher Übergriffe die uns alle ausmachenden Institutionen beschädigt werden - und sei es nur im Wortlaut, denn:

Das Wort folgt dem Gedanken und bereitet die Handlung vor.

 

In diesem Sinne lassen Sie uns alle unsere Rechtsstaatlichkeit bewahren und dafür einstehen, dass diese respektiert wird. Dass, was unsere Eltern, Großeltern mühsam nach 1945 an Aufbauarbeit für uns Bürger und Menschen geleistet haben, dass darf nicht durch Torheit in Abrede gestellt, gar vernichtet werden.

 

Bis zum kommenden Blog grüßt Sie

Ihr Michael Roloff

 

P.S. Gern nehme ich Ihre Erfahrungegen, Ihre Sicht und Kritik entgegen. Diese würde ich  - Ihr Einverständnis durch Ihren Beitrag unterstellt - unter dem Vorbehalt der Redlichkeit in mein Kommunikationsforum Kassandra auszugsweise einstellen.

Gern können Sie mir somit schreiben unter:

Kontakt@kassandra-mr.de

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